für Himmel und ewig

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Kirche der Zukunft…
Vortrag am 16. 5. 2009 Gemeindehaus, Lemgo,
Echternstr. 20, 18.30 Uhr.

Eine Kirchengemeinde braucht als Teil der weltweiten Kirche die Erfahrungen der Kirchen der Ökumene, denn sie weiten ihren Blick und sind Weg weisend, gerade auch, wenn es um die Zukunft der Kirche geht. Was können wir aus der Ökumene für die Zukunft unserer Kirche lernen? Was ist das, worauf es wirklich ankommt? Was erwartet der Herr der Kirche, Jesus Christus, von ihr? Um Antworten auf diese Fragen wird es in dem inspirierenden wie persönlich gefärbten Vortrag von Fritz Schroth gehen.


Hintergründe zur Zukunft der Kirche in Lippe 2030

Merksatz: Es gibt keine Organisation, die keine Strategie hat

Ob es Ihre Firma, ein Verein oder eine Kirchengemeinde ist – immer gehen Menschen, die dort die Verantwortung tragen, von Zukunftsannahmen aus. Bei jeder Entscheidung, mit jeder Planung. Wenn, wie jetzt, alle Welt zusammengezuckt ist, weil die finanzielle Zukunft Risse bekommen hat, werden die Bewegungen entsprechend vorsichtiger. „Ob wir uns das bald noch leisten können?“, ist die besorgte Frage, und man verhält sich auf die vorausgeahnte Zukunft hin vorsichtig. Darum ist die gewählte Strategie immer abhängig von der Zukunftseinstellung. Und da gibt es natürlich die ganze Bandbreite zwischen Pessimisten und Optimisten.

Die Zukunft der Kirche
Es gibt eine spannende Hochrechnung: Die erwartete Mitgliederentwicklung in Lippe aus dem Jahre 2000. In der Grafik können Sie sehen, wie der eingeschätzte Trend im Blick auf die demografische Entwicklung und deren Folgen für die Kirche in Lippe aussah. Die untere rote Linie hat sich bis jetzt bewahrheitet: eine starke Abwärtsentwicklung der Mitgliederzahlen.

Was ist die Lösung? Die Maßname, finanziell herunterzusparen, kann nicht die einzige Möglichkeit sein, dessen ist man sich in der Lippischen Landeskirche bewusst. In vielen Landeskirchen formuliert man von dem Motto „Kirche muss wachsen wollen“. So auch auf einer Synode in Lippe. Nur wie das konkret und realistisch geschehen kann, dafür scheint es noch keine eindeutige Lösung zu geben.

Die Zukunft der Gesellschaft im Blick haben
Es häufen sich die Schlagzeilen von der „Überalterung der Gesellschaft“. Wie wird die Zukunft aussehen? Wird dabei eine so alte Organisation wie die Kirche, die 2000 Jahre überstanden hat, die nächsten 20 Jahre schaffen oder stirbt sie langsam aus? Kann sie mehr oder wenig so bleiben wie sie ist oder muss sie sich radikal verändern?
Vielen Vordenker glauben in Deutschland (siehe die kleine Zukunftsvision „Kirche der Freiheit“ der EKD, dass sich in den nächsten 20 Jahren mehr ändert und ändern muss, als wir jetzt schon denken können. Und doch werden die Weichen heute schon gestellt. Wir in der St.-Pauli-Gemeinde sind jedenfalls dabei, uns darauf einzustellen.
Fritz Schroth als Referent über die "Kirche der Zukunft…"
Der Referent: Fritz Schroth, im 67. Lebensjahr, verheiratet, 5 Kinder, 7 Enkelkinder, lebt zur Zeit in einer Lebensgemeinschaft, der Bruderschaft auf Zeit „Ora et labora“
Fritz Schroth ist Leiter der Tagungsstätte „Gästehäuser Hohe Rhön“ in
Bischofsheim (Rhön) und Synodaler der ev.-luth. Kirche in Bayern und darin zuständig für Außenbeziehungen und ökumenische Fragen.


Was sagt Fritz Schroth über sich selbst?
"Wenn ich an Gott denke, dann...
bin ich dankbar, dass Gott nicht im Himmel geblieben ist, sondern Mensch geworden ist. Ein indianisches Sprichwort sagt: Man muss zwei Monate in den Mokkasins eines anderen gehen, um ihn zu verstehen. Jesus hat mehr getan: Er hat 33 Jahre in unserer Haut gesteckt und die Erlösung gebracht, die in Zeit und Ewigkeit Bestand hat."

"Meine Vision von Kirche:
Sich den Fragen der Menschen und den Aufgaben sich stellen, in denen wir heute stehen.
Dazu gehört für mich:

Gottes Wort fröhlich, missionarisch unaufdringlich, aber gewinnend zu bezeugen.
Das, was wir glauben, auch im Alltag gelebt wird in versöhnter Verschiedenheit; und wir damit eine Antwort und Hilfestellung geben auf die drei Sehnsüchte der Menschen: Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung.
Dazu ist das ökumenische Lernen notwendig, das den Bilck auf die weltweite Arbeit der Kirche unbedingt miteinschließt."

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