wer sie auflöst und ohne die anderen lebt, schädigt sich und ist gefährdet, anderen das Leben schwer zu machen."
Klaus Rudolf Berger
Klaus R. Berger (M.A.)
Schulleiter des Berufskollegs der Stiftung Eben-Ezer,
Mitglied der St. Pauli Gemeinde in Lemgo,
Vater von fünf Kindern,
Autor diverser Bücher.
Kultur und Köstlichkeiten, Mi.1.4. 20.00 Uhr
Gemeindehaus, Echternstr. 20, Lemgo
Nicht ohne einander
Vortrag Klaus Rudolf BergerWie das Miteinander von Kindern,
Frauen und Männern,
jungen und alten Menschen gelingt

„Ohne einander“ zu leben führt unter uns Menschen zu Krisen, Vereinsamungen und Isolationen, die dazu verleiten, dem Nächsten mit Skepsis und Zurückhaltung zu begegnen. Das Gerede vom Kampf der Geschlechter, von der Unterdrückung der Kinder durch Eltern und Lehrer, sowie die Mauer zwischen Jungen und Alten müssen überwunden werden.
Wir Menschen werden geboren und finden uns unter anderen Menschen vor. Das Kind sucht die Mutter und baut Beziehungsmuster auf. Im Kreis der Familie erlebt der Mensch alt und jung, Weiblichkeit und Männlichkeit und macht immer wieder die Erfahrung, einsam und „gemeinsam“ zu sein.
Einsam oder gemeinsam?
Die menschliche Existenz lebt in der Spannung von Einsamkeit und Gemeinsamkeit, wer sie auflöst und ohne die anderen lebt, schädigt sich und ist gefährdet, anderen das Leben schwer zu machen.
Die Hauptthese des Vortrags beinhaltet den Gedanken, dass der Mensch schöpfungsgemäß auf die Beziehung zum anderen ausgerichtet ist, ohne dabei seine Individualität zu verlieren.
Vorurteile?
Der Vortrag erläutert, wie die Wahrnehmung des Anderen und der Mut zur Verantwortung die Basis eines erfüllten Lebens ist.
Neben dem Phänomen der Wahrnehmung, in die sich schnell Beobachtungsfehler einschleichen können, wird das Problem der Vorurteilsbildung behandelt.
Sag Nein, wo du "nein" meinst!
Mut zur Verantwortung für den anderen und für sich selbst beinhaltet auch Nein zu sagen, Hilfe anzunehmen und an den eigenen Schwächen zu arbeiten. Verantwortung für den Anderen sucht nach Antworten für ihn, wenn er fragt und ist nicht zurückhaltend, für ihn einzustehen.
Ellen, die Mutter und Redakteurin, Silvio, der Vater und Schriftsteller, die beiden Kinder - eine deutsche Familie wird von Turbulenzen zersprengt. Der rasante Roman beschreibt ihre Tragödie und zugleich die einer ganzen Gesellschaft.
Autorenportrait
Martin Walser, 1927 in Wasserburg (Bodensee) geboren, lebt heute in Nußdorf (Bodensee). 1957 erhielt er den Hermann-Hesse-Preis, 1962 den Gerhart-Hauptmann-Preis und 1965 den Schiller-Gedächtnis-Förderpreis. 1981 wurde Martin Walser mit dem Georg-Büchner-Preis und 1998 mit dem Friedenspreis des Buchhandels ausgezeichnet.
© 2009 ev.ref. Kirchengemeinde St. Pauli © 2006-2009 Impressum St-Pauli-Gemeinde Lemgo Kontakt Admin
admin@st-pauli-lemgo.de